ILE Region  Lachte - Lutter - Oker

Neue Chancen als LEADER-Region

Mitglieder der LAG während ihrer jüngsten Online-Sitzung

„Das liegt nicht nur am Frühling“, da ist sich Regionalmanagerin Christiane Philipps-Bauland sicher, denn die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für Lachte-Lutter-Oker (LLO) sind mit frischer Energie dabei, das neue Regionalentwicklungskonzept für „waldreich – stadtnah – Leben“ mitzugestalten. „Ein Grund dafür ist, dass die Chancen sehr gut stehen, dass die Region Lachte-Lutter-Oker sich ab 2023 LEADER-Region nennen kann.“

Bei der letzten Auswahlrunde hatte Lachte-Lutter-Oker keinen Zuschlag für LEADER erhalten, ist dafür aber ILE-Region geworden. Anders als bei der ILE-Region, bei der „nur“ das Regionalmanagement von der Europäischen Union gefördert wird, hat eine LEADER-Region ein eigenes Budget. „Das wird dem Prozess für die Weiterentwicklung unserer Region enormen Aufwind geben“, betont Michael Zobjack aus der Samtgemeinde Meinersen, der zugleich Geschäftsstellenleiter und Vorsitzender der LAG ist. „Das wertet unsere Arbeit auf und schafft viel mehr Nähe zu den Projektpartnern. Das Wir-Gefühl wird gestärkt: Wir entscheiden selbst darüber, was unsere Region nach vorne bringt! Ein starkes Signal für unsere Kommunen und für unsere WiSo-Partner:innen.“ Zur Region „LLO“ gehören die Gemeinde Eschede, die Samtgemeinden Lachendorf und Meinersen sowie die Ortsteile Altenhagen, Boye, Garßen, Groß Hehlen und Klein Hehlen der Stadt Celle. Die LAG setzt sich aus kommunalen Vertreter:innen sowie Aktiven aus Wirtschaft, Vereinen und sozialen Verbänden (WiSo-Partner:innen) zusammen.

Das LEADER-Budget in Höhe von rd. 1,75 Mio. Euro errechnet sich aus der Einwohnerzahl und der Gebietsfläche. Die Zuwendungshöhe für Projekte wird auf 150.000 Euro begrenzt, mit Ausnahme der Leuchtturmprojekte, die maximal 200.000 Euro aus dem Budget erhalten können. Der Fördersatz beträgt einheitlich 70 Prozent der förderfähigen Nettokosten. Leuchtturmprojekte, die in der qualitativen Bewertung mindestens 75 von 100 Punkten erreichen müssen, können sogar mit 80 Prozent auf Netto gefördert werden. „Wir haben auch als ILE-Region gute Projekte für Lachte-Lutter-Oker auf den Weg bringen können“, erklärt Christiane Philipps-Bauland. „Aber mit LEADER wird es zukünftig einfacher und zielgerichteter für Projektpartner.“

Der demografische Wandel ist ein wichtiges Thema, das die Menschen in der Region bewegt. Dazu gehört ganz klar die Sicherung der Grund- und Nahversorgung ebenso wie der Erhalt und die Sicherung der Lebensqualität für alle Generationen in den Dörfern. Denn nur lebendige Dörfer sind auch attraktiv zum Leben, allein schöne Landschaft genügt nicht. So beinhalten die Handlungsfelder den Naturschutz ebenso wie Themen der nachhaltigen Landwirtschaft und regenerativen Energieerzeugung. Hier wurden im Vorfeld, coronabedingt über eine Online-Umfrage, Bürger:innen befragt. Im zweiten Schritt beteiligten sich engagierte und kompetente Menschen, die sich beruflich oder privat in diesen Themenbereichen einbringen, in Handlungsfeldforen. Gemeinsam wurde an der Stärken- und Schwächenanalyse sowie an der Ausrichtung der Handlungsfeldziele mitgewirkt. Ende April wird das Konzept für die LEADER-Region Lachte-Lutter-Oker an das Amt für regionale Landesentwicklung übergeben. Nach der Prüfung durch das Amt gibt es noch Möglichkeiten, das Konzept anzupassen, bis es 2023 in die Umsetzung gehen kann.