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Mehr Gartenvielfalt für den Vogel des Jahres 2021: Das Rotkehlchen mag es unordentlich

Seit 1971 kürt der NABU (Naturschutzbund Deutschland) den Vogel des Jahres. 2021 trägt diesen Titel nach 1992 das zweite Mal das Rotkehlchen. Seine markante orangefarbene Färbung an der Brust und am Kopf sowie sein hoher Gesang sind sein Markenzeichen. Anders als die zuvor vom NABU ausgewählten Vögel, wie z.B. 2020 die Romantische Turteltaube, gehört das Rotkehlchen derzeit nicht zu den gefährdeten Arten. Das Rotkehlchen fühlt sich in vielen Lebenräumen wohl: neben Wäldern, Parks und Gärten bewohnt es auch offene Landschaften wie Felder, sofern es Sträucher zum Brüten gibt. Bei der Ernährung setzt das Rotkehlchen auf diverse Insekten, Spinnen, Würmer und Schnecken, aber auch Beeren und andere weiche Früchte. Gartenfreunde kennen das Rotkehlchen als erstaunlich zutraulichen Vogel, der beim Umgraben eines Beetes bis zu einem Meter an den Menschen herankommt, um in der aufgewühlten Erde nach Fressbarem zu suchen.

Jeder Gartenbesitzer kann dem „Vogel des Jahres“ mit kleinen Mitteln ein angenehmes Plätzchen in seinem Garten schaffen. Perfekt dafür eignen sich wilde Ecken mit heimischen, wild wachsenden Sträuchern und Stauden, dichten Hecken oder Reisighaufen. Dort findet das Rotkehlchen seine Nahrung. Vor allem im Sommer freuen sich Vögel, wenn man ihnen eine Wasserstelle bietet. Hier können sie sich abkühlen, putzen und trinken. Als Nistgelegenheit bieten sich vor allem dichte Hecken an, aber auch künstliche Brutgelegenheiten werden gerne angenommen. Als Halbhöhlenbrüter eignet sich für Rotkehlchen insbesondere ein halb offener Nistkasten, der ganz einfach selbst gemacht werden kann. Eine Bauanleitung dazu findet man kostenlos im Internet auf den Seiten des NABU, siehe hier.

Bildquelle: oldiefan / pixabay